Zauber der französischen Orgelmusik

Zauber der französischen Orgelmusik
auf der Paul Ott/Siegfried Schmid-Orgel von St. Jacobi Göttingen

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Göttinger Tageblatt am 16.10.2012 zur neuen CD


Die zweite CD der Reihe „Zauber der Orgelmusik“ ist ganz der Orgelmusik Frankreichs gewidmet. Damit erinnert sie in i
hrem Erscheinungsjahr 2012 zugleich an den 75. Todestag der herausragenden französischen Organisten Charles-Marie Widor und Louis Vierne. Von beiden Komponisten ist die jeweils sechste Symphonie (bzw. deren Eingangssatz) zu hören. Der vor 20 Jahren verstorbene große Komponist Olivier Messiaen ist – ebenso wie der vor 340 Jahren geborene Nicolas de Grigny – mit einer Komposition zum Abendmahl vertreten. César Franck ist mit einem seiner wundervoll melodiösen Stücke dabei, komponiert im gleichen Jahr wie Widors 6. Symphonie, und der reisende Orgelvirtuose Marcel Dupré mit einem seiner beliebtesten Bravourstücke.
Mit Ausnahme des jung verstorbenen Nicolas de Grigny in Reims waren alle Komponisten dieser CD als Organisten in einer der Pariser Kathedralen tätig – und zwar für eine kaum vorstellbar lange Zeit: zwischen 32 und 64 Jahre übten sie ihr Amt als „Titulaire“ (Hauptorganist) aus. Darüber hinaus prägten sie als Lehrer ganze Generationen von Musikern. Charles-Marie Widor (1844-1937) wurde in Lyon geboren. 1870 wurde er Organist an der Kathedrale St. Sulpice in Paris. Diesen Posten behielt er über 64 Jahre. Als Nachfolger von César Franck wurde er 1890 zusätzlich Professor am Conservatoire in Paris. Zu seinen zahlreichen Schülern zählen Vierne, Dupré, Nadja Boulanger, Honegger, Schweitzer und Tournemire. Widor prägte eine ganze Generation von Orgelschülern und gilt als Begründer der französischen Orgelschule.
Zu seinem reichen kompositorischen Schaffen gehören Werke aller Gattungen. Am bekanntesten sind jedoch seine Werke für Orgel solo, vor allem die 10 „Orgelsymphonien“. Diese Gattung hat Widor selbst entwickelt – später wurde sie von Vierne und vielen anderen weitergeführt. Einer der schönsten Sätze ist der Beginn der 6. Symphonie (1878), ein großer symphonischer Satz voller Spielfreude, der die ganze Kraft und den Farbenreichtum der französischen Kathedralorgel ausnutzt.